LARRY O. MOAN slide guitar impressions





Globetrotter auf der Gitarre

(Glocke, Gütersloh 9.04.02)

Es wundert keinen und es ist zudem wahr: Irische Balladen werden selten auf Slide-Gitarre gespielt, sagt Larry O. Moan. " Aber dafür gibt`s ja mich", spricht der Hamburger und spielt in der Weberei munter auf.

In der Tat ist der Blues-Gitarrist ein Mann für ausgefallene Fälle. Tief verwurzelt im urwüchsigen Blues des Mississippi-Deltas, unternimmt er von dort aus musikstilistische Reisen rund um den Globus, die ihn über Hawaii hinweg geradewegs nach Indien und zum dortigen klassischen Raga führen. Ein Globetrotter auf Gitarrensaiten. So respektvoll-geradlinig und direkt sich seine Verbeugungen vor der Heroen des Blues wie Robert Johnson oder Muddy Waters auch ausnehmen, trägt der Mann mit der National Resophonic Guitar keine Scheuklappen, die ihn vor irgendeiner gattungsfremden Musik zurückschrecken liessen.Im Gegenteil, erst in der steten, bewusst und hartnäckig vollzogenen Grenzüberschreitung wird der musikalische Horizont dieses Dobro-Spielers deutlich. Am frappierensten war dies in einem Stück zu erleben, das Raga (ausgerechnet!) mit Country verband. Man hörte und staunte: Da gingen die Rhythmik und Harmonik des Wilden Westens mit der des fernen indischen Subkontinents mit seiner virtuosen Umspielung einer Skala über einen Grundton eine kühne Verbindung ein. Aber natürlich lässt sich auch der Einfluss Hawaiis auf das Slidespiel nicht verleugnen. Die herrlichen Blue-Notes-Glissandi der Hawaii-Gitarren finden sich jedenfalls auch in Larry O. Moans eigenen Stücken wieder, etwa in "History In My Garbagecan", wo der Müll zum staubtrocken kommentierten Spiegel der eigenen Befindlichkeit wird. Und das auch die gute alte Swingnummer noch immer zieht, bewies Larry spätestens mit seinem Hit Lorraine. (Gans)



Anhaltender Applaus

(Soester Anzeiger 11.05.02)

Was für ein Vatertag: sommerliche Temperaturen, ein opulenter Bruch und dazu der ursprüngliche Blues aus dem MIssissippi-Delta, dargeboten von einem Gitarristen, den die Kritik zu Recht als einen "überzeugenden Akusik-Blueser" bezeichnet, der " keine Konkurrenz zu scheuen braucht". Was Larry O. Moan zum Brunch bei "Bontempi im Park" zelebrierte, war Blues vom Feinsten. Larry ist eins mit seiner National-Steel-Guitar und seine tiefe, gefühlvolle und manchmal melancholische Stimme hat exakt das Timbre für den klassischen Blues der amerikanischen Südstaaten. Sein exzellentes Gitarrenspiel ist das Ergebnis einer über 25-jährigen Beschäftigung mit diesem Instrument. Ob Larry seine Zuhörer mit grandiosem Ragtime-Picking faszinierte, mit perfekten Slides Atmosphäre zauberte oder in der offenen Gitarrenstimmung seine Eigenkomposition "Shannon Crossing", ein irisches Instrumentalstück zelebrierte, stets dankte ihm sein Publikum mit anhaltendem Applaus für Virtuosität und authentische Interpretation. Larry O. Moan ist nicht nur ein hervorragender Gitarrist, der über zwei Jahre die harte Schule der Strassenmusik in Deutschland, Frankreich und Spanien absolvierte. Der Hamburger ist auch ein sympathischer Ausnahmemusiker ohne Star-Allüren. Es ist zu spüren, wie gern er seine Zuhörer mitnimmt auf eine musikalische Reise mitten in die Sümpfe des Mississippi-Deltas. Die Jazz-Interessen-Gemeinschaft-Soest hatte wahrlich einen guten Griff getan, diesen Musiker zu verpflichten. Man darf hoffen, dass er nicht zum letzten Mal seine National-Steel-Guitar in Soest erklingen liess. (art)



Klangperlen eines Puristen

(Kieler Nachrichten 15.07.02)

Larry O. Moan liess im Lutterbecker die National-Steel-Guitar singen

Take that lonesome road...Nur acht Minuten liegen noch zwischen Kiel und Lutterbeck, abends auf der neuen Route 502. Aber auch ein langer Ritt über die Dörfer hätte sich gelohnt. Denn Larry O. Moan hat ihn, den Blues. Ein Purist, allein mit seiner" National Steel". Mancher Solist führt seine Gitarrensammlung vor, er bleibt konsequent bei einem Instrument. Stahlsaiten über vercromten Blech, auf einen offenen Akkord gestimmt. Akustischer kann Metall nicht sein. Wo sonst das Schalloch gähnt, vibriert ein Resonator - entwickelt in den 20er Jahren, um lauter zu sein als die anderen. Poor boy, long way from home... Der hagere Mittdreissiger mit der Schlägermütze röhrt den Blues mit Inbrunst und rheinischem Akzent. Dortmunder Export mit Künstlername (to moan=stöhnen), Wohnsitz Hamburg. Wahlheimat Mississippi-Delta, Quelle des Country-Blues. Moan lässt die Drähte klirren, scheppern und singen. Auf und ab flutscht das Slideröhrchen, lässt die National wimmern und jaulen wie liebestolle Nachtkatzen. I`ve got no lovin`...Nicht doch Larry, die Leute lieben dich! Volle zwei Stunden und drei Zugaben lang. Zwar sind nur 40 gekommen, aber denen geht bei jedem flirrenden Flageolett das Herz auf. Besonders bei "Shannon Crossing", einem ganz ruhigen, irisch-inspiriertem Instrumentalstück. Dann können Moans treueste Begleiter- sein unbeirrt den Wechselbass pickender Daumen und der mechanisch im Takt stampfende Fuss endlich einen Gang zurückschalten. Der Hauch von Hawaii passt zur Ziselierkunst auf der im Bühnenlicht blitzenden Gitarrendecke, da wiegt sich eine Palme zwischen den F-Löchern. Wann wird der spröde Charme dieser Klangperlen für den Film entdeckt? Als Soundtrack würden Moans Stücke jedes Roadmovie veredeln. Zwischen karger Schönheit und vielschichtiger Opulenz schillern die Kompositionen des exzellenten Gitarristen. You say I`m a stranger with the Blues...Larry O. Moans erster Auftritt im Lutterbecker wird kaum der letzte bleiben. Nächstes Mal kommt er nicht mehr als Fremder. Aber den Blues darf er ruhig noch eine Weile behalten. (Thomas Geyer)



Tolle Live-Akustik

(Glinder Zeitung 23.07.02)

Astreiner Delta- und Countryblues, grandiose Stimme und eigene Note. Diese Vorschusslorbeeren gingen einem Konzert vorraus, zu dem die Stadt Glinde am Freitag in die Remise eingeladen hatte. Die Gäste wurden nicht enttäuscht. Larry O. Moan beherschte sein Repertoire. Er bot seinen Fans als auch den "Newcomern" einen Sound, der ohne zu übertreiben, runter ging wie Öl. (rs/Ra)



Klasse Klänge zwischen erdig und verträumt

(Lüdenscheider Nachrichten 7.04.03)

Ein Mann und seine National-Steel-Guitar. Mehr brauchte es nicht, um die Jazz-Fans am Freitag im prall gefüllten Panoptikum bei einem vom Jazzclub initiierten Konzert gespannt und fasziniert zuhören zu lassen. Der Musiker Larry O. Moan, dessen Leidenschaft der frühe Delta- und Countryblues ist und der die Slideguitar-Technik zu höchster Vollendung perfektioniert hat, war in Deutschland, Frankreich und Spanien mit seinem Instrument auf der Strasse unterwegs, bevor er sich vor zweieinhalb Jahren entschloss, als Berufsmusiker durch Deutschland zu touren. In die Gitarre hatte er sich bereits mit acht Jahren verliebt, als er erstmals klassischen Gitarrenunterricht nahm. Larry O. Moan steht für erdige Musik zum geniessen und bietet keinesfalls ein Forum zum zügellosen Abfeiern. Wer sich jedoch im Panoptikum auf die mal schwungvollen und lebensbejahenden, dann wieder ruhigen und nachdenklich stimmenden Songs einliess, konnte bis spät in die Nacht hochklassige Musik geniessen. (Björn Othlinghaus)



Fantastische Bluesnacht in Rahden - Erstklassige Künstler zu Gast

(Westfalen-Blatt 10.06.03)

Den Auftakt machte Larry O. Moan, der den Blues in seiner urwüchsigsten Form zelebrierte: Ein Mann, eine Gitarre. Von excellentem Ragtime bis zum knackigen Delta-Blues interpretierte er den Stoff aus den 20-er und 30-er Jahren, als sei er mit einer Gitarre in der Hand in Mississippi zur Welt gekommen. Ein echter Leckerbissen für Blues-Puristen und solche, die es werden wollen.



Die Blues-Rhythmen schweben besinnlich

(Die Stimme, Hohenlohe 10.02.04)

Larry O. Moan mag es nicht so sehr, wenn man sein Instrument Dobro nennt. Er bevorzugt den Begriff Resonator-Gitarre. Aber es ist dennoch eine Dobro, und die klingt so, wie sie aussieht, nämlich blechern. Und das passt gut zu den vornehmlich alten Bluesnummern, die er im Waldenburger Gleis 1 wieder zu hörbarem Leben erweckt. Der Hamburger erweist sich als routinierter Musiker, der seine Dobro mit ausgefeiltem Zwei-Finger-Picking bedient, dazu kernigen Gesang hören lässt und mit dem Fuss den Rhythmus stampt. Wenn der Blues in Richtung Boogie tendiert, legt Larry noch eine Schippe drauf, und wenn ein flinker Rag angesagt ist, entschlackt er die Harmonien und gewinnt so viel Tempo, dass man schon den Fahrtwind zu spüren glaubt. Der originäre Charakter der ehrwürdigen Stücke, ob sie nun "Pony blues" oder "Steel guitar rag" heissen, bleibt nirgendwo auf der Strecke. Und wenn Larry zum Bottleneck greift, das seine Dobro zur Slide-Guitar werden lässt, dann mischt er Akkorde und Glissandi so, wie`s sein soll: schmutzig scheppernd und gleichwohl elegant gleitend. Nur stramm voran marschierende Rhythmen sind nicht alles: Ein ruhiges, wunderschön melodiöses Stück aus dem Irischen oder das besinnlich schwebende "Tribute to Ry", Larry`s musikalische Verbeugung vor seinem Gitarristen-Idol Ry Cooder, gehören auch zum Repertoire. Häufiges Abwechseln von Cover-Versionen und Eigenkompositionen, von schwermütigen Balladen und flotten Instrumentals gewährleistet anhaltende Kurzweil. (Michael Dignal)



Ehrlicher Blues in der Tormühle

(Gardelegen, 8.03.04)

Larry hat den Blues. Daran gibt es keinen Zweifel. Er hat sein Herz schon an mehr als eine Frau verloren, denen er dieses oder jenes Lied gewidmet hat. Wenn er mit seiner tiefen klaren Stimme singt und auf seiner Dobro den alten ehrlichen Delta-Blues mit einem gewaltigen Schuß Ragtime zupft, dann spricht aus dieser Musik auch seine Zeit auf den Straßen von Deutschland, Frankreich und Spanien. Sein Handwerk beherrscht Larry O. Moan sowieso, ohne mit der Wimper zu zucken. Es kommt eben an, wenn einer sein Ding macht. In der bis auf den letzten Platz besetzten Salzwedeler Tormühle wippte das Publikum schon nach den ersten Tönen mit. (Caroline Vongries)



Trostlose Vergangenheit, rosige Zukunft

(Dortmund, WAZ 24.04.04)

Der Bluesmusiker Larry O. Moan kam fürs Heimspiel im Subrosa zurück nach Dortmund. Den Blues bekam Larry in Dortmund, wo der Gitarrist die längste Zeit seines Lebens verbrachte und sich als Musiker mit all`den Tücken, die das Leben parat hält, herumschlug. Mit der Luftveränderung bei einem Umzug nach Hamburg, wurde aus dem Blues-Talent ein gestandener Blueser und einer der besten Dobro-Spieler Europas, wie ein Besuch in seiner alten Heimat bestätigte. Mit seiner neuen CD "Moan For A Bone" im Gepäck trat der Mann mit der Resonatorgitarre, gemeinhin als Dobro bezeichnet, am Wochenende in der Hafenschänke "Subrosa" auf und zelebrierte seine große Vorliebe, den Delta-Blues. Auch wenn diese ursprüngliche Form des Blues nichts von seiner archaischen Ausstrahlung verloren hat, versucht O. Moan dem traditionellen Sound Neues hinzu zu fügen. Da verschmelzen plötzlich Slide-Sound und irischer Fingerpicking-Style, wie in "Shannnon Crossing", oder O. Moan lässt sich von Ragtime und Jazz inspirieren. Ja, sogar weltmusikalische Einflüsse aus Afrika oder Indien frischen den im offenen Tuning gespielten Sound aus dem Delta auf. Larry O. Moan hat in dieser Beziehung, auch wenn er ein großer Bewunderer von den traditionellen Blues-Vätern Mississippi Fred Mc Dowell, Bukka White oder Son House ist, keine Berührungsängste. Son House`s "Pony Blues" gehört seit Jahren zum Programm des Dobro-Spezialisten und klingt genauso authentisch, wie die zahlreichen Eigenkompositionen, die der Sänger mit der tiefen klagenden Stimme inzwischen geschrieben hat. Wenn man den Blues hat, dann hat man einiges erlebt. Insbesondere die schlechten Zeiten hinterlassen ihre Narbe, aber genau das macht diese Musik aus. Und so umschreibt O. Moan sein Leben treffend mit dem Song "History In My Garbagecan". So trostlos der Blick zurück scheint, so glänzend scheint die Perspektive des ehemaligen Dortmunders. Stilistisch enorm vielfältig hat sich O. Moan zu einem Gitarristen entwickelt, dem. abgesehen von den absoluten Meistern der Dobro, Musikern wie Jerry Douglas, David Lindley oder Ry Cooder, so schnell keiner das Wasser reichen kann. (Uwe Meyer)



Wie ein musikalischer Sommerwind

(Bremer Anzeiger, 11.08.04)

Ein laues Lüftchen wehte durch den Park und trug die musikalischen Geschichten von Mülleimern, zerbrochenen Herzen und eifersüchtigen Ehemännern bis weit über den Ostertorpark hinaus. Larry O. Moan war mit seiner Resonatorgitarre angereist und entführte die Zuhörer in die sumpfige Welt des frühen Delta- und Conntryblues. Der Hamburger Gitarrist begeisterte mit Blues vom Feinsten. Er zeigte sich eins mit seiner National Steel Guitar und sang mit tiefer gefühlvoller Stimme. Sein exzellentes Gitarrenspiel ist das Ergebnis unzähliger Konzerte und einer über 25-jährigen Beschäftigung mit diesem Instrument. Auch bei diesem Konzert überzeugte er scheinbar mühelos und erntete entsprechend viel Applaus. (Karin Osmers)



Hommage an den Blues

(Espelkamp, Neue Westfälische 20.09.04)

Der Bürgerverein überrascht seine Freunde immer wieder mit kulturellen Leckerbissen. So auch am Freitag, als Larry O. Moan die Gäste in die Welt des Blues der 20er und 30er Jahre entführte. Auf seiner Resonatorgitarre vollbrachte der virtuose Künstler wahre Wunder. Die Fachpresse feiert O. Moan als einen der versiertesten akustischen Bluesleute in Deutschland, der Ruf einer exzellenten Gitarrenarbeit eilt ihm voraus. Davon überzeugen konnten sich die knapp 60 Kultur- und Bluesfreunde in der alten Schule. Auf seiner Resonatorgitarre (Dobro), die Larry liebevoll "Blechbüchse" betitelte, spielte der Hamburger den Blues. Mit besonderer Technik entlockte er seinem Instrument Klänge, die für den Delta-Blues typisch sind. Ein Glas- oder Metallröhrchen (Bottleneck) lässt den kleinen Finger über den Gitarrenhals gleiten, im feinsten Picking-Stil zupft die andere Hand die Saiten über der Aluminiummembran des Resonanzkörpers. Die Kunst, die Dobro zu spielen ist nicht einfach, Larry O. Moan aber beherrscht sie nahezu in Perfektion. Stücke von Bukka White oder Fred McDowell interpretiert Larry in authentisch klingender Weise, man möchte meinen, die Bluesväter stünden auf der Bühne. Mit "Shannon Crossing" überrascht O. Moan seine Zuhörer aufs Angenehmste. Eine irische Ballade, gespielt auf einem klassischen Bluesinstrument, erzählt vom Heimweh der damals in die Staaten ausgewanderten Iren. Klagende, wehmütige Töne bringt das Slide-Gitarre-Spiel O. Moans zu Tage, kombiniert mit feinster Zupftechnik. (Peter Krawetz)



Mal sanft und gefühlvoll, mal heftig

(Unna, WAZ & Westfälische Rundschau 18.09.04)

Gleichmäßig und konstant, wie der Schlag eines Metronoms, so regelmäßig stampft Larry O. Moan mit dem Fuß auf eine kleine Box. Es ist der Herzschlag des ursprünglichen Delta-Blues und der inzwischen in Hamburg wohnende Unnaer ist einer der wenigen Vertreter, der diese traditionelle Blues-Form jung und frisch hält. Immerhin fast 50 Fans hatten den Weg ins Schalander gefunden, um den exzellenten Dobro-Gitarristen zu hören. Blind Boy Fuller, Mississippi Fred Mc Dowell, Muddy Waters und Robert Johnson, das sind die großen Namen aus der Prä-Historie des Blues, und denen eifert der Hamburger nach. Natürlich hat O. Moan auch einige Songs der Altmeister im Programm, so wie den "Pony Blues" von Son House, ein Song mit typischer Blues-Thematik: "Frau bertrügt Mann, flieht nach Mexiko. Jetzt braucht er den Gaul, um hinterher zu reiten und beide zu erschießen. Fertig ist der Blues. So einfach war das damals", sagt Larry mit dem Auge zwinkernd und kündigt den nächsten Song an. "Lorraine", eine von vier Frauen, die sich im Programm des Blues-Sängers verewigt haben. Je nachdem was für Erinnerungen mit der jeweiligen Ex verbunden sind, agiert O. Moan dann auch auf seiner Resonator-Gitarre. Mal streicht er sanft und gefühlvoll, fast verzeihend, über die Bünde der Dobro, dann wieder gleitet er das Metallröhrchen über den Finger gesteckt heftig über den Gitarrenhals. Larry hat über die Jahre etliche Songs selbst geschrieben. Zum größten Teil im Stile der Altmeister, aber auch Songs mit Anklängen an die neuen Helden der Slide-Gitarre. Auch ein Ry Cooder hat mit seinen atmosphärischen Instrumentals erheblichen Einfluss auf Larry O. Moans Songwriting. Zwei CD`s hat der Blues-Gitarrist inzwischen veröffentlicht und zeigt darauf, welche positive Entwicklung er in den letzten Jahren genommen hat und wie vierlseitig er die Gitarre nutzt. Larry O. Moan ist, das konnte er an diesem Abend besonders auch bei den Rag-Instrumentals eindrucksvoll unter Beweis stellen, ein Virtuose und Klangästhet, der sich auch anderen Stilarten öffnet: Auch Jazz und frische Folk-Traditionen, wie bei dem wundervollen "Shannon Crossing", haben in den Eigenkompositionen ihre Spuren hinterlassen. (Uwe Meyer)



Auf Gut Oersdorf den Blues gefunden

(Segeberger Zeitung 24.10.04)

Rund 200 Blues-Liebhaber waren am Sonnabend nach Oersdorf gefahren, um die "Delta Boys" Larry O. Moan (Sänger und Gitarrist) und Gerd Gorke (Mundharmonika) sowie zwei andere Blues-Bands (Abi Wallensteins Blues Culture und Germans Classic Blues Trio) zu hören. Organisiert wurde das Event von der Kaltenkirchenerin Gudrun-Ursula Reimers (Living Music Konzertargentur). Die drei Bands vermittelten ihrem Publikum einen beeindruckenden Einblick in die Gefühlswelt des Blues. Ausdrucksstarke Balladen kamen ebenso zum Zuge wie wilder Boogie. Als sich auch noch rockige Elemente in den kräftigen Sound mischten, gab es für manch einen Zuhörer auf dem Sitzplatz kein Halten mehr. Die wenigen verbliebenen Quadratmeter im Saal dienten den Fans als Tanzparkett. Das auf Gut Oersdorf versammelte Publikum hatte teilweise lange Wegstrecken in Kauf genommen, um dem Festival beizuwohnen. Unter die Einheimischen mischten sich Fans aus Mölln, Elmshorn oder Hamburg. Janett, Sven und Robert Nolda waren extra aus Mecklemburg-Vorpommern angereist, um die "Delta Boys" live zu erleben. "Zum ersten Mal hörten wir Larry O. Moan bei einer Veranstaltung in Stralsund. Von seinem Auftritt waren wir so fasziniert, dass wir uns diesen Blues-Abend in Oersdorf nicht entgehen lassen wollten", meinte die Familie Nolda. Drei andere Fans bestätigten die ansteckende Wirkung des Blues: " Wer diese Musik einmal live gehört hat, ist von ihrem Rhythmus einfach überwältigt." Dass sie mit dieser Einschätzung goldrichtig lagen, bestätigten immer wieder aufbrandende Forderungen nach Zugaben. Die beiden "Delta Boys", die mit ihrer Auswahl lebendiger und eingängiger Stücke genau den Geschmack des Publikums trafen, zeigten sich von der Atmosphäre im Saal begeistert. "Die Stimmung ist einfach super. Im nächsten Jahr sind wir wieder mit dabei", kündigten sie an.



Südstaatenballaden und rauchiger Bar-Blues

(Hersfelder Zeitung 01.11.04)

So manches Mal fühlte man sich an die Bücher John Steinbecks erinnert, wenn Larry O. Moan auf seiner National Steel den traurigen Südstaatenblues "Can`t find nobody" intonierte, oder an ein irisches Pub bei Stücken wie "Shannon Crossing". Seit einem Vierteljahrhundert steht O. Moan auf der Bühne, am Samstagabend war er im Buchcafe in Bad Hersfeld zu Gast. Den Rhythmus gab er mit Hilfe eines alten Koffers vor, auf den er mit seinen schweren Stiefeln klopfte. Die musikalische Reise durch die Blues-Landschaft der USA kam bei den rund 80 Zuhörern gut an, so dass der Gast noch 2 Zugaben spielen mußte, von denen der Klassiker "Amazing Grace" durch seine spartanische Tristheit bei dem einen oder anderen Gänsehaut hervorrief. (FG)



"Mein Gott, die sind ja Weltklasse!" 17. Emder Bluesnacht: 10 Bands spielten in 10 Emder Kneipen bis in die frühen Morgenstunden.

(Emder Zeitung 08.11.04)

Blues ist auch Sanftmut. Vielleicht wurde deshalb aus dem Hamburger der Gitarrist und Sänger Larry O. Moan. Mit Blues-Harp-Spieler Gerd Gorke wird Larry zur zupfenden und singenden Kunstfigur. Robert Johnson-Songs im "Cafetje" - unglaublich; mehr als echt, irreal gegenwärtiger, unwiderstehlicher Delta-Blues und eine Begegnung mit der Mundharmonika-Champions League. (Karl-Heinz Janssen)



"Ein besonderes Lebensgefühl (Galeriekonzert mit Larry O. Moan)"

(Brunsbüttel 29.04.05)

Eigentlich heißt er anders und stammt aus dem Ruhrpott: Larry O. Moan (39), einer der besten Bluesgitarristen Deutschlands. Er sorgte jetzt in der Galerie Rusch für Begeisterung. Das gut besuchte Konzert trug den Titel "The Resonator Blues"- eine Anspielung darauf, dass Larry O. Moan ausschließlich auf der Dobro spielte, einem Gitarrentyp, der in den 20-er Jahren in den USA entwickelt worden ist. Zu hören gab es Ragtime, Oldtime-Jazz, Swing, Boogie, Country, Folk und vereinzelt sogar Pop - mal mit Gesang, mal rein instrumental dargeboten. Und das meiste davon stand unter dem Zeichen des Blues. O. Moan verstand es meisterhaft, dem besonderen Lebensgefühl des Blues mit seiner Gesangsstimme und der Dobro Ausdruck zu geben. Eine besondere Rolle für die gitarristische Umsetzung des Bluesgefühls spielten Saitenumstimmungen und effektvoll eingesetzte "Slides" (Glissandi), mit denen O. Moan das meisterliche Fingerpicking seiner rechten Hand immer wieder durchkreuzte. Selbst bei der Eigenkomposition "Shannon Crossing", im traditionell-irischen Balladenstil geschrieben, gab er ein paar provokante Slides zum Besten - eigewntlich ziemlich unirisch, aber trotzdem kein bisschen störend, sondern sehr kreativ und belebend! (Dr. Michael Mahlstedt)



"Nur die Stechmücken fehlten (Larry O. Moan entführt Deelen-Publikum musikalisch in die Sumpfgebiete der Südstaaten)"

(Lippische Landes-Zeitung 22.05.05)

"Boah - voll die geile Gitarre", bemerkte einer der Jüngsten im Publikum, kaum dass Larry O. Moan seine chromblitzende National-Steel-Gitarre aus dem weitgereisten Koffer gepackt hatte.Mit gefühlvoll-melancholischem Bass in der Stimme, als wäre er in den tiefsten Sümpfen Louisianas zu Hause, machte der Countryblues-Virtuose seinem Künstlernamen in der Deele Brosen alle Ehre. Das englische "to moan" bedeutet im deutschen Stöhnen, und so ließ der Dortmunder mit Wohnsitz in Hamburg und Leidenschaft zu frühem Delta-Blues die Gitarrensaiten mit Bottleneck-Slides und gekonnter Zwei-Finger-Picking-Technik aufmüpfig scheppern und resignierend weinen. Mit seiner Resonator-Steel-Gitarre, in den 20er Jahren von den Brüdern Dopyera entwickelt, um sich in Ermangelung der noch nicht erfundenen E-Gitarre Gehör zu verschaffen, entführte Larry O. Moan die Zuhörer auf eine musikalische Reise in das Mississippi-Delta und lies die Holzbestuhlung der Deele zu Schaukelstühlen auf einer einsamen Veranda in einem Südstaaten-Sumpfgebiet werden. Das Publikum war kurz davor, sich die Stechmücken aus dem Nacken zu schlagen. Abwechslungsreich gestaltete O. Moan sein Musikprogramm. Waschechter John Lee Hooker-Boogie und flotter Ragtime wechselten mit balladesken Eigenkompositionen. Der bescheidene O. Moan sprach jedoch nicht von "Komponieren", sondern meinte: "Hab ich selbst zusammenklamüsert." Da kam der Ruhrpott durch. Besonders stach hier das irisch-folkig angehauchte "Shannon Crossing" hervor, das dem Zuhörer die Wehmut irischer Einwanderer beim Gedanken an ihre ferne grüne Insel unter die Haut jagte. Mit "Tribute to Ry" ließ O. Moan mit seinen langen Slides den Gitarrenhals zum mit klagendem Seelenschmerz asphaltierten Highway in die Unendlichkeit werden, auf dem die vibrierenden Saiten der Gitarre den Tacho des Lebens anzeigten. Ein Sound prädestiniert für ein Roadmovie. Begeisterter Applaus war Larry O. Moan nach jedem Song sicher.Gefühlvolle Einblicke in den Mülleimer seines Lebens gab der Blues-Poet auch mit dem Song "History in my garbagecan". Beim "Jitterbug-Swing" war dann die Kreativität des Publikums gefragt, um neben der Gitarre auch den Deelenboden in Resonanz zu bringen. Doch Lipper sind eher Sitztänzer, und so ließen sie zu dem flotten Song lieber klatschende Hände und trampelnde Füße in flamencoartigem Stakkato wirbeln. Nach zwei Stunden Konzert und drei Zugaben war Larry O. Moan am Ende seiner musikalischen Kräfte. Das begeisterte Publikum dankte mit lang anhaltendem Applaus. (Jeisecke)




"Country-Feeling mitten im Wald (Larry O. Moan zu Gast)"

(Saarländer Zeitung 13.06.05)

Hier im Riegelsberger Wald trägt er eine Schiebermütze im Ganovenstil der 20er Jahre. Das ist sein Markenzeichen. Und stets hält er sich auch an die alte Bluesmusikerregel "Zieh nie das Jacket aus". Ob dies aus Stilgründen geschieht oder damit, nachdem schon Frau und Job flöten gingen, nicht auch dies gute Stück geklaut wird, sei dahingestellt. Larry O. Moan mit seiner National-Steel ist eine absolute Ausnahmeerscheinung in der Blues-Szene. "Ein Anruf aus Hamburg, CD geschickt, Vertrag gemacht", so fasst der Vorsitzende des Riegelsberger Kulturvereins den Weg zu O. Moans erstem Auftritt im Saarland zusammen. Bluesklassiker, Eigenkompositionen, Slide-Balladen hat der Gitarrist mit der wohlklingenden dunklen Stimme im Gepäck. Country-Feeling, Ragtime und Oldtime Jazz fließen mit ein. Der Sound ist melodiös, und wenn Larry O. Moan den Blues spielt, dann zieht er nicht nur sich selbst mit dem Schopf aus der Melancholie, sondern die Zuhörer gleich mit. So sind die Veranstalter und das Publikum gleichermaßen von den vielen Spiel- und Stilarten und dem Sound fasziniert. Ein "schier unglaublich hohes Niveau, technische Brillianz..." nicht nur die deutsche Fachpresse schreibt begeisterte Kritiken, sondern auch die in den USA. Dabei fing er als Kneipenmusiker an, tingelte von Bar zu Bar, hielt den Hut auf. (hof)



"Blues-Gitarrist begeistert bei Konzerten auf der Insel"

(Usedom 22.09.05)

Larry O. Moan reizt Spektrum von Boogie und Ragtime bis zu intensiven Balladen aus. Schwarzes Hemd, schwarzer Streifenanzug, schwarze Schuhe. So stellt man sich einen Bluesmusiker vor. Doch die Hautfarbe ist weiß. Auf dem Kopf thront eine Schiebermütze. Sie ist das eine Markenzeichen von Larry O. Moan, das andere seine chromblitzende Metallgitarre, eine sogenannte Natiobnal Resophonic Guitar. Am vergangenen Wochenende gastierte der Blues-Gitarrist bei den beiden Insel-Jazzclubs. Während am Freitag nur rund 30 Konzertbesucher den Weg in die Heringsdorfer Bahnhofsgaststätte "Stellwerk" fanden, waren es tags darauf mehr als 100 im Swinemünder "Centrala". Larry O. Moan, der so perfekt den Mississippi-Blues spielt, präsentierte sich musikalisch sehr vielseitig. So gehörten neben dem Blues selten gespielte Boogie- und Ragtime-Stücke ebenso zu seinem Repertoire wie wunderschöne Balladen. Gerade letztere waren an Intensität kaum zu überbieten. Auf Usedom ist es ihm jedenfalls gelungen, sein Publikum zu begeistern. (AK / dp)



"Fliegende und zupfende Finger"

(Bad Homburg 23.01.06)

Rau ging es zu im Kulturzentrum Englische Kirche. Rau und unverblümt, direkt und nicht durch die Blume gesprochen. Larry O. Moan trat auf, im wahrsten Sinne des Wortes. Einer der wenigen weißen Musiker, die den ursprünglichen Blues authentisch spielen können, saß auf einem Stuhl auf der Bühne. Allein, nur mit der silber glänzenden Gitarre in der Hand. Der "Blecheimer" und Larrys stampfender Fuß machten das Konzert zu einem unvergesslichen Abend. Was Larry darbot, hört man in der Kurstadt selten. Unverbraucht, ein frisches Gesicht, eine eindrucksvolle Stimme und vor allem - ein unverwechselbares Gitarrenspiel auf höchstem Niveau. Im Publikum des fast ausverkauften Saales traf man auch einige Teilnehmer des nachmittäglichen Workshops in der Volkshochschule (siehe oben stehender Bericht) wieder. Was in den paar Stunden intensiven Unterrichts schon manchen Teilnehmer aus der Fassung brachte, sorgte in der Englischen Kirche für Begeisterung. Larry präsentierte urwüchsigen Blues, traditionellen Jazz, Ragtime, hawaiianische und irische Folkmusik. Mal erklang seine zwischen Bariton und Bass oszillierende Stimme, dann spielte er nur Gitarre, präsentierte eine Hommage an den großen Ry Cooder oder an die (fast) vergessenen Legenden des frühen Blues wie Robert Johnson und Mississippi Fred McDowell. Die Finger seiner linken Hand flogen über das Griffbrett, während die rechte Hand gekonnt den Wechselbass zupfte. Hin und wieder erklärte O. Moan auch im Konzert die Grundzüge seiner Musik. Dass er in einer offenen Stimmung spiele, also die Saiten schon in Akkordform gestimmt sind, erfuhr man dann. Egal, wie er es machte, es klang einfach nur großartig. (gst)